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Malaysia mit Isabel Tagebuch

Geschrieben von Sandra
  
Friday, 20. April 2007

  • 29.3.07 - 31.3.07 Kuala Lumpur


Am Morgen frueh hiess es Beat mit seiner gemuetlichen Wohnung und Singapore zu verlassen. Danke Beat, wir haben dich und dein Appartement sehr sehr genossen! So ging ein neues Abenteuer los: Malaysia wartete auf uns. Wir freuten uns, um Isabel etwas mehr vom "richtigen" Asien zeigen zu koennen und sie so vielleicht mit unserem Reisefieber anzustecken... Singapore war ein sehr sanfter Einstieg und ist eindeutig Asien fuer Anfaenger.


Staebchenanfaenger ?Staebchenfortgeschrittener !



  Der Zug brachte uns vom Bahnhof Singapore ueber die Grenze nach Kuala Lumpur. Die Grenzuebergangsformalitaeten, das Aus- und wieder Einsteigen waren eine willkommene Abwechslung... Der hoch moderne Zug mit verstellbaren Sesseln und Video (in der 2. Klasse!) war zwar sehr bequem aber extrem klimatisiert und so konnten wir uns in der feuchtwarmen Zollhalle etwas aufwaermen und schafften so die 7 h Zugfahrt knapp ohne Frostbeulen.


  

Kuala Lumpur erschien uns enttaeuschend europaeisch. Sehr gut organisiert, entwickelt, sauber. Verschiedenste Gebaeude kratzen zwar an den Wolken, die Petronas Towers vielleicht sogar an den Sternen und demonstrieren so ihre Weltoffenheit und -groesse (bis das bald fertiggestellte Gebaeude in Saudi Arabien diese in der Hoehe - oder im Groessenwahnsinn? -  auf dieser Welt schlagen wird). Beeindruckt sind wir aber von den vielen verschleierten Frauen, die einem in ihren farbigen Gewaendern von Kopf bis Fuss zwischen all dem Beton immer wieder auffallen. Aber auch der Muezin, der von allen Ecken fuenf mal im Tag zum Gebet ruft erinnert uns daran, dass wir uns in einem muslimischen Land befinden. Zwischendurch koennte man es fast vergessen, viele Chinesen und Inder bringen ebenfalls ihre Farbe in diesem Land ein, was das ganze recht bunt und multikulturell auflockert. In einem Park jedoch werden uns die islamischen Verhaltensregeln aber nochmals ganz bewusst gemacht... Ich lehnte mich auf einer Bank an Thomas an - da pfiff die Park- oder Sittenwaechterin auf ihrer Trillerpfeife so lange, bis wir realisierten, dass diese Wahrnung uns anging und wir uns wieder mit "anstaendigem" Abstand nebeneinader setzten.


Malay Muslims.jpg 



So erkunden wir fuer einige Tage diesen Grossstadtjungle bevor es dann in den natuerlichen gehen wird. Dazu gehoert selbstverstaendlich der Besuch der Petronas Tuerme (und das stundenlange Anstehen dafuer und das Uebersichergehenlassen von einem 3 D Werbefilm). Doch das 15minuetige Ausblicksguthaben auf der Verbindungsbruecke im 48. Stock in diesem sternfoermigen Gebaeude hat dafuer belohnt.



KL gehoert eindeutig auch zu den Shoppingparadiesen dieser Welt. Riesen Auswahl in Mode, elektronischen Artikeln, Kulinarischem und dies alles zu erschwinglichen Preisen. Das Time Square Shoppingcenter hat aber bis jetzt all die Shoppingcenter, die wir je gesehen haben, ausgestochen... Tatsaechlich windet sich eine Achterbahn durch das Zentrum, schreiende Menschen in farbigen Waegelchen rasen an einem vorbei, riesen Karusselle leuchten, blinken und drehen sich in alle moeglichen Richtungen waehrend ringsherum um diesen integrierten Vergnuegungspark das Alltagsgeschaeft laeuft.... Ja, in KL koennte man Geld ausgeben und Rucksaecke fuellen...


  • 1.4.07 - 2.4.07 Tamana Negara National Park


Mit dem Bus fahren wir nach Kuala Tembeling und mit dem Boot von dort aus weiter nach Kuala Tahan. Die Busfahrt war angenehm, die Bootsfahrt auf dem braunen Fluss sehr schoen. Dichtes Gruen saeumte den Weg, Wasserbueffel tummelten sich im Wasser und der erste Affe begruesste uns.



Gekkospuren in der DuscheKuala Tahan ist ein kleines Oertchen am Flussufer mit verschiedensten Uebernachtungsmoeglichkeiten. Auf der gegenueberliegenden Uferseite befindet sich gleich der Nationalpark. Unser kleines Bungaow war einfach, aber ok. Dass wir es mit verschiedensten Urwaldbewohnern mit vier und mehr Beinen teilen mussten, war fuer Isabel eine weitere kleine Herausforderung. Deshalb entschieden wir uns gegen weitere groessere Herausforderungen und keine mehrtaegigen Wanderungen durch den Jungle mit Uebernachtung in Fledermaushoehlen. Lieber wollten wir diesen Wald fuer einige Stunden auf einem Rundweg selber erkunden. Sozusagen die Urwaldtour fuer EinsteigerInnen;o) Das sanfte trommeln der Regentropfen auf Blaetter und Dach sowie die dramatische Geraeuschkulisse von verschiedensten Lebewesen begleitete uns in den Schlaf unter dem sicheren Moskitonetz.

Am naechsten Morgen bringt uns das Wassertaxi ins Jungleabenteuer. Wir haetten es nicht gedacht, doch waren wir nach einigen Schritten mitten unter einem riesigen gruenen Blaetterdach - Jahrhunderte alt! Alles scheint bewachsen und ueberwachsen zu sein, jedes kleinste Pflaenzchen sucht seinen Weg, schlingt und windet sich der Sonne entgegen. Die dicken knorrigen Baeume scheinen ihren Platz gesichert zu haben und strahlen eine majastaetische Ruhe aus. Das Weglein fuehrte uns durch mitten das saftige Gruen ueber Wurzeln, Stock und Stein. Immer wieder knarrt und knackt es im Dickicht - manchmal fast unheimlich. Alles erscheint im selben Farbton, Tiere und Pflanzen als symbiotische Einheit. Fuer unser Besucherauge schwierig, Lebewesen nicht nur zu hoeren, sondern auch zu sehen.  Diverse Spinnen, kleinste Kaeferchen, Riesenameisen und verschiedenste Warane und ein Wildschwein kreuzten unsere Wege. Die haengenden Bruecken auf dem Canopywalk schaukelte uns in 45 m Baumkronenhoehe durch das Blaetterdach. Ausblick aus der Affenperspektive... Voellig verschwitzt, attakiert von 1000en von Muecken und froh, dass uns kein malayischer Tiger begegnet ist, kehrten wir wieder in die "Zivilisation" zurueck.

 


  • 3.4.07 - 4.4.07 Kota Bahru


Happy Birthday liebe Isabel! Was fuer ein besonderer Geburtstag... Erwachen unter dem eigenen Moskitonetz, mitten im Jungle, das Geburtstagslied gesungen von 100en von Zikaden und ohne Fruehstueck auf den Bus Richtung Trauminsel...


 Ja, das Travellerleben ist hart;o) Dafuer gab es ein "Luxusfruehstueck" in Jerantut mit Cappucino und singendem Toastbroetchen. Die Zugfahrt von da aus nach Kota Bahru konservierte uns ein weiteres Mal fuer 9 Stunden... Diese Klimaanlage musste definitiv ein Defekt gehabt haben, alles herumschrauben mit dem schweizer Sackmesser brachte kein Grad ueber den Gefrierpunkt... So blieb uns nichts anderes uebrig, als alle moeglichen Kleidungsstuecke anzuziehen und beim Aushauchen die aufsteigenden Woelklein zu beoachten... Mit blauen Lippen erreichten wir Kota Bahru, wo wir eine Nacht verbringen mussten, obwohl wir schon laengst reif fuer die Insel waren.

 

 

Geburiitoast

Geburricappucino


  • 5.4. - 17.04.07 Perhentian Island



Mit Taxi und Schnellboot duesten wir unserem Inselleben entgegen. Mitten im tuerkisfarbenen klaren Wasser liegt Perhentian Besar, mit seiner kleinen Schwester Perhentian Kecil gleich nebenan. 


Unser BungalowDas lange Suchen nach einer Unterkunft mit unseren (Preis-) Vorstellungen hat sich gelohnt.  Fuer die naechsten Tage wird das herzige Bungalow mit Terasse, umgeben von Palmen und Blick auf das Meer unser Zuhause sein. The Reef . Und noch mehr haben wir uns zuhause gefuehlt, nachdem wir herausgefunden haben, dass unsere Nachbarn Regula und Georg Ziegler auch von Winterthur sind. Und wer dort wohnt, weiss gleich, dass man dann gleich gaaaaanz viele gemeinsame Bekannte und Freunde hat:o) Was fuer ein traumhaftes Inselleben... Am Morgen von kreischenden Affen geweckt werden, die ueber unser Haus klettern und von einer Palme auf die andere springen, dann neben dem glitzernden tuerkisfabenen Wasser Fruehstuecken und die Qual der Wahl haben.... Nehmen wir heute Porridge, Toast, Fruechte oder Pancake??? Local Coffee, Iced Milo oder Neslo??? Und an welche Bucht gehen wir Schnorcheln??? Tuna Bay mit dem schoenen Korallenriff oder Coral Bay wo die Haie (kleine!) und Schildkroeten (riesige!) schwimmen??? Diese Fragen und noch viel mehr mussten wir jeden Morgen diskutieren - aber es kam noch besser... Ganze Buecher von Fragen mussten noch besprochen werden... Wir Winterthurer entschieden uns naemlich, fuer einen Tauchkurs! Die Watercolours Tauchschule wurde so zu unserem 2. Zuhause und Mike zu unserem Unterwasserfuehrer- und therapeut;o)


Die ersten Kapitel im PADI-Buch waren bereits vor dem ersten Kurstag gelesen und die Theoriefragebogen ausgefuellt. Vorbildliche Schueler wie wir sind - oder eher gierige auf neue Herausforderung? 



Auf jeden Fall eroeffnete uns der Kurs "Discover Scubadive" eine neue Welt. Zum einen eine sehr technische mit Druckluftflaschen, Lungenautomaten und seiner primaeren und sekundaeren Stufe, Finimeter, Tarierjacket, Bleigurt,... und zum anderen eine herausfordernde mit physischen Gesetzen, dem Schweben im Wasser und vor allem dem Atmen unter Wasser...



So entdeckten die einen von uns waehrend diesem ersten Tag, mit verschiedenen Unterwasseruebungen und einem kleinen Schwumm zum Riff, dass sie mehr sehen wollen, richtig abtauchen moechten und andere merkten, dass sie sich an der Wasseroberflaeche wohler fuehlen. Isabel, Thomas und Georg meldeten sich gleich fuer den naechsten Kurs "Open water" an, Regula und ich blieben lieber beim Schnorcheln noch "Over water". So wurde ab jetzt immer frueh aufgestanden, getaucht und bis spaet in die Nacht gelernt fuer die einen und fuer die anderen gab es viel Zeit zum Lesen, Schnorcheln, die Ameisen und den Sand aus dem Bungalow zu wischen oder zwischendurch an einer Strandreinigungsaktion von Watercolours teilzunehmen (traurig aber wahr... in der geschuetzten Turtle Bay, wo Wasserschildkroeten ihre Eier legen, haben wir zu Dritt in weniger als einer Stunde elf 110L Abfallsaecke gefuellt und haetten noch mehr brauchen koennen...).



 Isabel und Thomas waren dem Tauchfieber voellig verfallen und haengten gleich noch den "Advanced" an. Es war spannend, ihnen bei ihren Taucherlebnissen und dem Leben unter Wasser zuzuhoeren, doch ich schaue momentan noch lieber von der Ueberwasserperspektive ins Unterwasserleben...



Die Zeit verging viel zu schnell. Alle Versuche, den Rueckflug von Isabel um ein paar Tage herauszuzoegern scheiterten und so entschieden wir uns fuer den Nachtbus, der uns am Abflugtag nach Singapore bringen sollte. Mit schwerem Herzen verliessen wir unsere kleine Insel und reisten zurueck Richtung Singapore. Der Nachtbus fuhr uns 12 Stunden in eisiger Kaelte (wie koennte es anders sein) bis ueber die Grenze. Durchfrohren und muede suchten wir uns eine Uebernachtungsmoeglichkeit. Doch in letzter Minute hat sich unser Retter Beat gemeldet und uns nochmals seine Gastfreundschaft angeboten. DANKE! I


Back in Singi 


Und da war er,  der Moment des Abschiedes... Viel zu schnell und ploetzlich... Isabel, es war sooooo schoen, dich bei uns gehabt zu haben! Du hast uns ein Stueckchen Zuhause mitgebracht und ein bisschen Heimweh dagelassen... Du bist die beste Schwester auf dieser Welt, ich vermisse dich. Komm bald wieder!