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Wahlen und Gewalt......

Geschrieben von Sandra & Thomas
  
Tuesday, 15. May 2007

Zur Beruhigung der Zuhause gebliebenen.....uns geht es sehr gut, wir sind in keiner Art und Weise von den erwaehnten Gewalttaetigkeiten betroffen, haben unteranderem deshalb den aussersten noerdlichen Zipfel - die Batanes Inseln - fuer unsere "Wahlbeobachtungen" gewaehlt...


Ab heute koennen wir aus eigener Erfahrung sagen: Wahlen scheinen hier ein sehr sehr ernstes Thema zu sein!

Mehr darueber findest Du wie immer in unserem Tagebuch.... (Veroeffentlichung folgt in einigen Tagen) 



Die Parlamentswahlen auf den Philippinen stehen heute wegen anhaltender Gewalt unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen. Sieben Menschen wurden getötet. 



Zur Wahl stehen heute zwölf der insgesamt 24 Senatoren, alle 236 Abgeordneten der ersten Parlamentskammer sowie fast 17’500 Gouverneure, Bürgermeister und Kommunalvertreter.

Das Blutvergiessen hält auch am Wahltag an: Ein Dorfältester in der nördlichen Provinz Abra wurde erschossen, nachdem er sich der Polizei zufolge mit Bewaffneten angelegt hatte.


Damit erhöht sich die Zahl der Toten seit Beginn des Wahlkampfes im Januar nach amtlichen Angaben auf 120. Die Zahl der Verletzten bei den wiederholten Zusammenstössen rivalisierender politischer Gruppierungen wurde mit 121 beziffert. Die Polizei warnte heute davor, dass kommunistische Guerrillas möglicherweise militärische und zivile Ziele angreifen könnten, um die Wahl zu stören und die Regierung blosszustellen.


Kritik wegen Wahlmanipulation

Es gibt mehrere Beschwerden über Unregelmässigkeiten. Einige Stimmberechtigte in der Hauptstadt Manila konnten ihre Namen in den Wählerlisten nicht finden. In der südlichen Provinz Maguindanao stahlen Bewaffnete vier Wahlurnen. In der nahe gelegenen Provinz Shariff Kabunsuan gingen zwei hausgemachte Sprengsätze nahe einer Schule hoch, die als Wahllokal diente. Zu Schaden kam niemand.

Mehr Stabilität im Lande wird vom Ausgang der Wahl kaum erwartet. Es wird damit gerechnet, dass die Anhänger von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo die Mehrheit im Unterhaus behalten dürften. Dies würde die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen die Staatschefin verhindern. Ihre Gegner werfen ihr Betrug bei der Präsidentenwahl im Jahre 2004 vor. Arroyos Amtszeit läuft noch bis 2010, eine Wiederwahl ist laut der Verfassung nicht möglich.

Bei der Besetzung der zwölf vakanten Senatorenposten wird mit einem Sieg der Opposition gerechnet. Als einer der Favoriten gilt der Offizier Gregory Honasan, der sich zurzeit nur gegen Kaution auf freiem Fuss befindet. Er muss sich wegen möglicher Verwicklung in mehrere Putschversuche verantworten.


Auszählung könnte einen Monat dauern

De abgegebenen Stimmen der rund 45 Millionen Stimmberechtigten werden per Hand gezählt, Ergebnisse werden für Morgen erwartet. Bei der Abstimmung über die Senatssitze könnte es allerdings bis zu einen Monat dauern, bis das endgültige Ergebnis feststeht. (fre/ap/sda)