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Philippinen Tagebuch - Norden + Batanes Inseln


Geschrieben von Tom
  
Tuesday, 22. May 2007


  • Manila - 4.-6. Mai 2007



bye bye KLWeit in der Ferne gruessen uns ein letztes Mal die Petronas Twin Towers bei unserem Abflug ab Kuala Lumpur und nach rund 3 Stunden Flug quer ueber das Suedchinesische Meer uberfliegen wir als erstes die aus dem 2. Weltkrieg beruehmt gewordene Subic Bay bevor wir auf Clark Field landen.


subic Bay

Clark liegt am Fusse des Pinatubo Vulkans und war bis Ende der 80er Jahre die groesste US Airforcebase ausserhalb den USA - von hier starteten die B52 nach Vietnam, trainierten die GI's den Junglekrieg und hier in den Philippinen wurden alle Vietnamkriegsfilme gedreht.


Entsprechend einsam steht unser Flieger auf diesen riesigen, verlassen wirkendem Flugfeld, hier landen eben nur Lowfare Airlines und so muessen wir noch 2 Stunden Bus fahren, bevor wir in Manila ankommen.




Ein Verkehrschaos, Gestank. Laerm und Dreck erwartet uns in der Metropole - ein etwas abschreckender Empfang! Der Bus entlaesst uns in der Megamall - dem groessten Einkaufskomplex in diesem Land (man kann sogar Eislaufen im Atrium) - freundlich laechelnde Wachmaenner stehen uberall rum und durchsuchen alle Taschen und zeigen stolz ihre dicken Pumpaction Gewehre. Ich fuehle mich wie in Suedamerika und das erste mal in Asien machen wir uns ernsthaftere Gedaken bezueglich der Sicherheit - am 14. Mai finden die Wahlen statt. Im Jahr 2004 sollen waehrend dem Wahlkampf rund 150 Menschen von Guerillias erschossen worden sein....


Wir muehen uns mit der Metro und zu Fuss durch die Gassen, finden uns nach etwas suchen ein ruhiges Guesthouse und fallen fast sofort, voellig erschoepft vom langen Tag, in tiefen Schlaf.



Flores del Mayo.. .die schoensten Frauen der PhilippinenDen naechsten Tag informieren wir uns ausfuehrlich ueber diese mehr als 7100 Inseln und entdecken faszinierende Ziele, viele scheinen vom Tourismus noch nicht entdeckt zu sein...wooowww...


Am Sonntag findet dann das beruehmte Festival Flores del Mayo statt, wo die schoensten aller Philippininnen in einer Parade der Jungfrau Maria ihre Ehre erbieten - ja wir sind hier im einzigen katholischen Land in Asien.

 

 




  • Laoag - 7.+8. Mai 2007



Julia hat uns ihre Ferien mit uns provisorisch bestaetigt, sie will uns gegen Ende Mai in den Visayas treffen. So aendern wir unsere Plaene und beschliessen waehrend den ersten 2 bis 3 Wochen den Norden zu bereisen.


Fasziniert sind wir beide von den Batanes - einer Inselgruppe naehern an Taiwan als an der philippinischen Hauptinsel Luzon. Doch scheint es unmoeglich in den naechsten 3 Wochen von Manila aus dort hinzukommen. Wir beschliessen mit dem Bus aufs Gratwohl hin nach Laoag zu fahren und unser Glueck dort zu versuchen. Es sollen nur 8 Stunden fahrt sein sagt man uns beim Kauf der Tickets morgens um 7 Uhr, komischerweise kommen wir aber erst nach 20 Uhr Abends dort an. Wir wissen schon hier drehen die Uhren langsamer und so schmuntzeln wir darueber und freuen uns, dass wir waehrend der langen Fahrt 5 brutale Hollywoodfilme sehen durften.



Am naechsten Morgen lassen wir uns im Seitenwagentaxi auf den Flughafen bringen und erfahren, dass schon um 14 Uhr ein Sonderflug auf unsere Inseln fliegt. Wir werden aber daran erinnert, dass wir 2 Stunden bevor nochmals anrufen sollten - prompt werden wir da dann auf den folgenden Morgen vertroestet. Eben die Uhren.... So haben wir Zeit dieses kleine aber geschaeftige Staedchen zu besichtigen, finden aber dann auch bald heraus, dass es ausser den freundlichen Menschen hier nichts zu sehen gibt.



  • Batanes Inseln - 9. - 20. Mai 2007


Airterminal.... hmmmmm.....Schon um 6.30 Uhr finden wir uns am Pacific Air Terminal ein - naja es heisst wohl einfach Terminal... ! Die Groundhandlingagends empfangen uns herzlich, scheinen sich aber mehr um das eben geschlachtete Huhn als unser Flugticket kuemmern zu wollen. Abwarten.... "stellt euch und euer Gepaeck einmal auf die Waage dort drueben, und meldet mir das Gewicht", ruft sie uns dann zu.... nach einiger Zeit duerfen wir uns dann noch auf die Passagierliste des Charterfluges von 8.15h einschreiben, werden aber gleichzeitig gewarnt, dass es noch nicht sicher sei, ob der Flieger auch starten koenne. Das Flugzeug sei von Comelec gemietet und man transportiere damit 30 Kisten Wahlzettel usw auf die Inseln. Uns wird etwas mulmig zu Gefuehl und wir lassen die Kisten nicht aus den Augen - hoffentlich haben die Guerillias keine Bombe reingeschmuggelt?!?


Es ist inzwischen schon nach 10 Uhr, der Flug wurde in der Zwischenzeit etwa 3 mal gecancelled um nur Minuten spaeter mit freudigem Gesicht uns wieder als Confirmed gemeldet zu werden. Wir schieben den Gepaeckwagen zum Terminal wo alles geroengt werden soll.... froh ueber diesen Sicherheitscheck helfe ich gerne mit alle Packete aufs Foerderband zu legen, doch nach rund 15 Packeten winkt mir die Groundhandlingagend zu und meint es reicht, der Security merke nicht, dass nicht alle Packete im X-Ray waren.... schei....!!!


Trust in God or the Pilot - or is the Pilot God????Kurz darauf besteigen wir das 8 Sitzige, zweimotorige Flugzeug und sind einige Minuten spaeter in der Luft. 11700 Fuss (ca 3500m) lese ich uber dem Meer vom Hoehenmesser ab und vermisse auch gleich das Pilotengefuehl - Aber was steht da auf einem Kleber oberhalb den Instrumenten.... hmmmm.....  Nach rund 75 Minuten Flugzeit sehen wir vor uns den Runway von Basco, am Fusse des Vulkans Iraya und landen nach etwas schuetteln auch sicher auf diesem. Capitan Owen heisst uns freundlich willkommen und meint zu seiner Entschuldigung, dass dies der schlimmste Runway auf den ganzen Philippinen sei, es habe immer so viel Seitenwind deshalb sei der Anflug so unruhig gewesen - ich erklaere ihm, dass mir mein Fluginstruktor immer gesagt habe "jede Landung bei der man danach weglaufen kann ist eine gute Landung" was vom ehemaligen Airforcepilot mit einem herzlichen Lachen quittiert wird.


Wir erkunden uns beim Pacific Air Buro nach den Rueckflugdaten und machen uns auf den Weg ins Dorf und die Suche nach einer Unterkunft. Alle laecheln uns freundlichst zu, gruessen uns, hupen und winken aus vorbeifahrenden Fahrzeugen oder ihren Hausern. Atemberaubende Landschaften, zerklueftete Buchten mit weissem oder vulkanisch schwarzem Sand, klarem Meerwasser und all dies fast unentdeckt - welch ein Paradies und noch dazu mit so freundlichen Menschen. Das es so etwas ueberhaubt noch gibt auf dieser Welt!!



Unser erster Erkundungsspaziergang gilt dem Leuchtturm - der Weg zu diesem fuehrt uns durch einen Teil des Dorfes, wo wir wiederum von allen Menschen begruesst und neugierig aber zuruckhaltend gemustert werden. Zwei Knaben beschliessen spontan uns auf dem  Weg zu begleiten und zeigen uns eine etwas versteckte Beach und einen alten Ziehbrunnen. Sie erwaehnen auch, dass am naechsten Tag im suedlichsten Inseldorf ein Fiesta stattfinden wird.




Einer ist immer tod nach dem Hahnenkampf... heute Abend gibt es Poulet zu essen.....Unser schon fast chronische Schlafmagel der letzten Tage holt uns nun definitiv ein weshalb wir auch ueber die Haelfte ebendieser Fiesta verpassen - naja ist halt eben auch wichtig, umsomehr wenn wir von solchen Menschen umgeben sind... denn Muede ist es schwieriger die entgegengebrachte Herzlichkeit zu erwidern. 
So machen wir uns spaet aber trotzdem auf zum Dorffest, fahren das erste Mal in einem der allgegenwaertigen philippinischen Jeepneys (urspruenglich waren dies nach dem Krieg gestretchte US Militaerjeeps) und finden das Dorf Uyugan voller Tanz und Musik, Kindervorfuehrungen und Hahnenkaempfen vor.



Das Haus des Congressman.....Die naechsten zwei Tage verbringen wir mit ausgedehnten Wanderungen, klettern zu einsamen Beaches oder auf Aussichtspunkte in den umliegenden Huegeln und lernen dabei auch Congressman Butch kennen, der hier nach seinem Stressjob als Bildungsminister fuer dieses Land waehrend einem Jahr seinen Sabatical geniesst und diese Inseln waehrenddem als UNESCO Weltkulturerbe aufnehmen laesst. Er laedt uns zu sich ein fuer Kaffee und Kuchen. Woowww welche Traumestate... Blick auf Meer im Osten und Westen, im Norden der Vulkan Iraya und im Sueden die Weite des "Marlborocountry" mit einem in der Ferne gruessenden Leuchtturm. Von der grossen Terasse fuehren 280 Stufen die Klippen runter an einen weiteren fast geheimen Beach. Die amtierende Presidentin Gloria ArroyoWir lernen ueber die philippinische Politik, erfahren einiges vom bevorstehenden Wahlgang und wie selbst die amtierenden Presidentin Gloria diesen fuer sich zu manipulieren wisse..... wir sind uns alle einig, dass wir uns in einer Bananenrepublik befinden aber auch dass diese einfach traumhaft schoen ist.






  • Insel Sabtang - 13.+14.5.07


Eine selbergebastelte Pumpe befoerdert das ueberall eindringende Wasser wieder aus dem Boot......Um 5 Uhr morgens stehen wir bereits auf der Strasse und warten auf unsere 4 gestern beim Nachtessen getroffenen Philippinas - mit der hier ueblichen Verspaetung (wir haetten noch einiges laenger Schlafen koennen) kurven wir dann die enge Kuestenstrasse suedwaerts und besteigen etwas spaeter einen wohl schoen farbenfroher aber unter jeder der anrollenden Brandung aechzender, alter Fischkutter. Im Bug sitzt ein alter Automotor daneben hockt ein Junge und befoerdert mit einer selbergebastelten Pumpe das eindringende Wasser flott wieder ins aufgewuehlte Meer hinaus. So tuckern wir gemaechlich durch den 6 Kilometer breiten Meereskanal, der selbst die Japanern im 2. Weltkrieg mehrere Tage davon abhielt die Suedinsel zu besetzen, tanzen auf den Wellenbergen und hoffen in jedem Wellental die naechste Spitze wieder sehen zu duerfen.

 

 

Festhalten Girls..... 

Endlich wieder festen Boden unter den Fuessen duerfen wir uns der Inseltour anschliessen und besuchen dabei einige der verschlafenen Doerfer - es ist ja auch erst 8 Uhr morgens. Wir haben es lustig mit den 4 Manilagirls, lachen und geniessen, doch stellten wir einmal mehr fest, dass reisen mit Einheimischen oder in einer Tour uns den Kontakt mit der Landbevoelkerung abnimmt. So verabschiedeten wir uns nach einem ausgiebigen Lobster und Fischmittagessen und machten uns selbsttaendig auf die Suche nach dem Buergermeister. Auf dieser Insel gibt es keine Guesthauser und so melden wir uns bei ihm mit der Hoffung, dass er uns etwas organisieren kann. 

Unser zu Hause fuer die naechsten 2 Naechte....Wir treffen Johnny in seinem Haus, fleissig damit beschaeftigt die letzten Stimmen auf seiner Seite zu festigen und was eignet sich dazu besser als Likoer - vor allem wenn man bedenkt, dass die Konsumation von Alkohol seit Tagen ebengenau wegen dem Wahlkampf in den ganzen Philippinen verboten ist. Schon ziemlich angeheitert laedt er uns gleich zum Mittagessen ein und verraet uns dabei, dass sein Konkurrent die Stimmen der Lokalbevoelkerung mit 250 Saecken Reis erkauft habe, aber auch dass dieser gestern auf der Kuestenstrasse angeschossen wurde, was eine Tragoedie fuer die als friedlichste aller Provinzen bekannten Inseln darstelle.

Das ist definitiv genug der philippinischen Politik und wir sind froh als Buergermeister Johnny uns anbietet wir koennten im Schulhaus ein Zimmer fuer 200 Peso (5 CHF) im Tag beziehen.

Auf unserem Dorferkundungsspaziergang am Abend lernen wir den Kassier der Gemeinde kennen, auch dieser laedt uns sofort zum Essen ein. Auch er hat dem Likoerbann nicht vollstaendig Folge geleistet. Wir schliessen Valentin und seine Familie jedoch sofort in unser Herz, hoeren gespannt seine Geschichte wie er seine letzte Sau hat verkaufen muessen, damit seine Tochter in Manila ins College gehen konnte und wie er vor Jahren einmal alles auf die hohe Kante setzte, wie so manch anderer seiner Landsleute sich im Ausland verdingte aber leider das falsche Land auswaehlte - Kuwait wurde kurz nach seiner Ankunft von den Irakis ueberrollt und er musste zurueck nach Hause fluechten und dort alles von vorne anfangen. Er haette heute einen wichtigen Regierungsjob, wenn er dazumal nicht alles aufgegeben haette, doch er bereue es nicht, denn so sei halt nun mal das Leben, meint Valentin weiter. Beim Abschied verkuessen uns alle, uebergeben uns eine ganze Staude frischer Bananen auf unseren Weg. Zum Glueck haben auch wir noch ein Schweizer Sackmesser dabei, dass wir ihm mit feuchten Augen ueberreichen.


SanTom mit traditionellem Sabtang Wetter- und Sonnenschutz 



phil_flag.jpgHeute ist WAHLTAG.....wir erwachen und fragen uns was das wohl fuer uns heissen mag....wird das ganze friedlich ueber die Runde gehen, sind wir hier im Fischereischulhaus der Insel - dem Wahl- und Auszaehllokal - am richtigen Ort? Wir schauen aufs Dorf raus - Totenstille herrscht. Ausser der Polizeiwache ist von unserem Fenster niemand zu sehen oder zu hoeren. Erst als wir in "unserem" Schulhaus die Treppe runtersteigen realisieren wir was hier los ist. Still, in einer Reihe wartend steht fast das ganze Dorf vor unserer Herberge. Uns trifft fast der Schlag... was ist denn in diese froehlichen, ausgelassen tanzenden und singenden Menschen gefahren! Wahlen sind tatsaechlich ein todernstes Unterfangen hier - bei einer Stimmbeteiligung von 80% wird dem aussenstehenden sofort klar: diese Menschen haben die Hoffnung auf eine neue, nichtkorrupte Regierung noch nicht aufgegeben - leider werden sie wahrscheinlich auch dieses Mal nicht die Politiker kriegen, die sie eigentlich verdienen wuerden.


  • Batanes Inseln - 15.-20.5.07


Wieder ist es 4.30 Uhr morgens, wieder warten wir auf die Faehre, wieder ein hoelzerner, farbenfroher Kahn, wieder grosse - auch wenn etwas kleinere als vor zwei Tagen - Wellen, wieder sammelt sich Wasser im Bug nur funktioniert heute die selbergebastelte Pumpe nicht und so wird mit einem verloechterem Eimer Wasser geschoepft und wieder erreichen wir sicher die andere Seite, wieder in aller Fruehe - zu frueh um schon nach Basco zu fahren.


Jeepney....Ein Jeepney nach Itbut, dem suedoestlichen Nest auf dieser Insel, dort gibt es ein wegen einer Springflut verlassenes Geisterdorf und eine alte US Loran Station. Lustig wie uns die Menschen hier wieder alle zuwinken, mit uns sprechen wollen waehrend die letzten Tage auf Sabtang die Menschen wesentlich mehr Scheuh zeigten. Mike Griffin wohne hier sagen sie uns. "Wer ist das", fragen wir sie und ernten verduzte Gesichter ....hmmmm... scheint als muesste man Mike wohl kennen. Die Ehre bleibt uns nicht lange verwehrt und werden vom ehemaligen US Coastguard und Loran Station Manager zu sich nach Hause eingeladen. Er habe sich in diese Insel und danach noch in eine Frau von hier verliebt, und so leben sie halt jetzt hier, meint der Veteran. Das naechste Jeepney muesste eigentlich um 11 Uhr zurueckfahren - doch warten wir vergebens darauf und hoeren so noch einige persoenliche und auch intime Geschichten von Mike. Wie ihn Vietnam veraendert habe und er sich erst wieder auf diesen Inseln gefunden habe, wie es ist mit einer Philippina und deren ganzen Familie verheiratet zu sein und die Schwierigkeiten die ihm in seiner Heimat in Louisiana deswegen wiederfuhren, usw.


Wie schon die letzten Tage verbringen wir die Mittagshitze der naechsten damit vor dem Ventilator Ciao Sepp zu spielen und wandern am spaeteren Nachmittag zur abgeschliffenen Steinklumpenbeach, zum Leuchtturm, erkunden japanische Tunnels aus dem 2. Weltkrieg, usw.


Wir erkunden Weltkriegstunnels der Japaner 



Marlboro Country in BatanesWir erfahren aber auch, dass unser Pacific Air Flugzeug vor 3 Tagen auf der Nachbarinsel Itbayat bei starkem Regen vom Runway abkam und deshalb fuer die naechste Zeit nicht flugfaehig sei.... wir sind gefangen im Paradies! Unser Visa und Cashreserven laufen aus und wir haben keine Ahnung wann wir von hier weg kommen. Die im Reisefuehrer erwaehnten Versorgungsschiffe sind angeblich vor 2 Jahren gesunken und die andere Fluggsellschaft ist bis Juni ausgebucht! Irgendwie wollen uns alle Dorfbewohner helfen und finden in ihrer Verwandschaft noch jemand mit Connections zu Airlines usw - doch es hilft alles nichts und wir schaffen es fuer den 27. Mai ein Ticket mit Asian Spirit nach Manila zu reservieren. 27.5. das sind 2 Tage nach Visumablauf, Manila... und was passiert mit unserem in Laoag eingelagerten Gepaeck? Muessen wir nochmals 24h hin und her fahren um es nachher zu holen? Irgendwie wird es wohl gehen, so geniessen wir das Paradies weiter, teilen unsere Geldreserven ein und fahren endlich mal noch ins "Marlboro Country" und laufen am Sonntagmorgen um 4 Uhr los um Sonnenaufgangsfotos an der spektakulaeren Steinklumpenbeach im Osten der Insel zu schiessen.







Vulkanpelletsbeach am fruehen morgen....

 

Auf dem Rueckweg gehen wir am Flughafen vorbei und sehen dort - unser Flugzeug ist zurueck. Ein schneller Check; ja heute morgen haette es noch zwei Plaetze frei. So schnell kann beim Reisen alles aendern. Schnell ins Hotel zurueck, packen, bezahlen, verabschieden und zurueck geht es nach Laoag.



  • Laoag - 20.- 23.5.07


Der Diner unseres Hotels in Laoag.... wie in den USA....So sind wir also wieder hier auf der Hauptinsel der Philippinen. Flugkapitain Orli will uns zum Nachtessen in einem exklusiven Resort in der Naehe ausfuehren, so verabreden wir uns mit ihm auf 18 Uhr, verbringen den Nachmittag im Internetcafe und sortieren die vielen Bilder der Batanes Inseln. Gegen 20 Uhr - eben philippinesche Uhren drehen langsamer - trifft dann auch Orli ein und wir begeben uns zum Fort Illocandia Resort, hier hat Marcos Tocher geheiratet... und wir essen fuerstlich, jedoch ins Casino will man uns nicht lassen... ich habe mein aermelloses T-Shirt an...

Den Montag - unseren 300ersten Tag auf Reisen verbringen wir absolut unspektakulaer. Wir muessen unser Visa um 38 Tage verlaengern. Im Internet haben wir verschiedene Stories gelesen, wie Touris im kurzen Hosen oder Sandalen immer wieder abgewiesen werden, so ziehen wir unsere "schoensten" Kleider an und kriegen die Verlaengerung problemlos innerhalb 20 Minuten. 


  • Vigan - 23.5.07



Vigan.... dies ist uebrigens ein Foto vom Internet...kein SanTom Foto....Nach einem Philippinofruestueck (Corned Beef, Reis und Spiegelei) im hoteleigenen Restaurant begeben wir uns auf die Busstation um das 2h suedlich gelegene Vigan - eine weitere Unesco World Heritage Site - zu besuchen. Einige Strassenzuege sind noch ganz im spanischen Kolonialstil erhalten, aber hauptsaechlich brechen wir die 12h Busfahrt nach Manila in zwei Teile. Denn am naechsten Abend werden wir mit dem Nachtbus dorthin fahren um am Donnerstag oder Freitag die Faehre in eine andere Welt zu besteigen....

Palawan ruft, eine der letzten Naturdestinationen in den Philippinen. Straende, gesunkene 2. Weltkriegsschiffe zum betauchen und wieder sollen die Menschen dort jeden Fremden gruessen... wir freuen uns - doch dazu mehr im naechten Tagebuch!