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Erster Monat im Outback


Geschrieben von Sandra
  
Monday, 23. July 2007
  • Perth bzw Fremantle 20. - 28.6-07

lagerfeuer usw...Australien.... Rote Erde, unendliche Weiten, sein Volk die Aboriginels, Kaenguruhs, Koalas, die giftigsten Schlangen der Welt, Lagerfeuer, Vegemite - und wir...


Westaustralien - WA - Wait A while... und das bereits am Zoll, am Flughafen von Perth. A little chat hier und a little chat da... Der australische Zollcomputer will unsere Umlaute in unseren Namen nicht anerkennen... No problems, wait a while... ist ganz OZ so easy going?


Das Taxi faehrt uns auf riesigen Strassen auf der falschen Seite nach Fremantle in unser Backpacker. Oeffentliche Buse fahren hier nicht und Taxi ist guenstiger als Shuttlebus fuer zwei - obwohl dies nach Asien ein Wucher ist. Preisschock pur. Unser Asientagesbudget mit schlafen, transportieren und essen verbrauchen wir hier nur schon alleine mit Schlafen - und wir schlafen in einem "Loch"!! Aber wir wollten das, haben uns fuer eine uns nahe stehende Kultur entschieden, wollten wieder mehr Bekanntes und da gehoert auch der Lebensstandart mit seinen Preisen dazu. Wait a while, vielleicht gewoehnen wir uns nach elf Monaten Asienleben wieder an unser hier "verwandtes" Leben und an die kuehlen Temperaturen.

unser loch in freo



Heute wollen wir unser neues "Haus" auf vier Raeder finden. Ein Buesli mit Kueche, Tisch, Bank und Bett waere sooooo romantisch. Ein Kombi mit Zelt so praktisch, bequemer zum Fahren, genug gross zum Liegen (fuer den groesseren Teil von uns) und oekonomischer im Verbrauch. Romantik oder Praktik? Romantisch und praktisch?


So wandern wir kreuz und quer durch den Herbst in Perth, von einem Notitzbord im Backpackers zum anderen, notierten und diskutierten. Zwischendurch faellt uns immer wieder dieses Aufgeraumte, Ordentliche auf. Diese grosszuegige Bauweise der Stadt, Hauser, Strassen. Ja, in Australien hat es noch viiiiiiiiel Platz. Und immer wieder staunen wir ueber die Preise - wie bei uns oder teurer. Aber wir wollten es ja wieder mehr wie bei uns. Dafuer auch eine wunderschoene Herbststimmung wie bei uns. Blauer Himmel, frische Temperaturen, farbige Blaetter am Boden, das innere Gefuehl diese aufzulesen und zu pressen. Dann die ersten Konfrontationen mit den Ureinwohnern - ein trauriges Bild - die Naturverbundenheit scheint vollkommen verloren oder geraubt worden zu sein, keine Annaeherung mit "unserem" Leben moeglich und unser Leben noch zu konsumhaft um von ihren Jahrtausenden zu lernen... Vielleicht sind wir irgendwann bereit, vielleicht werden wir irgendwann gezwungen, vielleicht ist es dann zu spaet.


Am Abend zurueck in unserem Backpackers telefonieren wir den verschiedenen Angeboten nach. Der Muenzautomat frisst das Telefoniergeld, wir gehen leer aus.


regen 

Am naechsten Morgen regnet es und nicht nur das Nassgrau drueckt auf unsere Stimmung. Es scheint mit dem Autokauf nicht so einfach zu sein, wie wir geglaubt haben. Wir hoeren, dass viele Vans in den Norden verkauft werden um eine guenstige und schnelle Unterkunft fuer Mienenarbeiter zu bieten. Das Mienenfieber scheint hier foermlich ausgebrochen zu sein. Maenner ziehen in den Norden in die Gruben - darum trifft man ueberall auf Jobangebote hier in der Stadt. Keiner will mehr fuer "nomales" Gehalt sein Handwerk ausfuehren, grosses Geld kann mit Kupfer, Erz, Gold, Eisen und Erdgas verdient werden.


quokka zeitungUnd wir? Wir kaufen uns die Quakker-Zeitung, die Fundgrube von WA, gehen all die 100en von Anzeigen durch, markieren, was fuer uns in Frage kommt und kaufen uns ein Handy. Ohne dieses scheint hier wenig zu funktionieren, mit diesem machen wir etwas gegen unsere "Philisophie", fahren aber guenstiger - was ist das blos fuer eine verkehrte Welt!!


Tag drei in Fremantle - eigentlich wollten wir da schon laengst wieder unterwegs sein... Stattdessen ein Auto von Avis mieten, Termine vereinbaren, Vans besichtigen und dabei herausfinden, dass sogar mein nichtmechanisches Auge feststellen kann, dass hier nur Rost oder tropfendes Oel oder/und 400'000 km auf vier Raedern herumfaehrt... Und dann noch in was fuer einem Preisverhaeltnis!


Vielleicht ein 4 x 4? Aber wieso so viel Geld ausgeben, wenn in ganz Asien alle mit ihrem "normalen" Personenwagen ueber Schotterpisten, Sandloecher und Bodenwellen fahren? Wir koennen das auch. Und so ist unser letztes Telefon heute abend der Besitzer von einem Ford Stationwagen, Jahrgang 94 mit 190'000 km und Benzin/Gastank.


Thomas kann mit heruntergeklappten Sitzen darin liegen, Gas kostet hier etwa die Haelfte von Benzin, die Familie verkauft ihn uns aus erster Hand und scheinbar nur darum, weil die Kinder nun selber alle ein Auto besitzen und sie sich ein kleineres kaufen wollen.


Fort mit dem Ford 


Wir schlafen darueber - entscheiden uns aber bereits vorher fuer dieses "unromantische" Auto - trotz etwas mulmigen Gefuehl meinerseits, mit vier Gasflaschen im Kofferaum durch Australien zu fahren, auf diesen sogar zu schlafen und dass das Praktische vor dem Romantischen gesiegt hat... Aber ich bin sicher, es kann auch so praktisch romantisch sein:o)


So wechseln wir gaaaanz viel Travelercheques und treffen uns mit John und seiner Frau fuer die Uebergabe beim "Strassenverkehrsamt". Wait a while und wir sind dran. Fahrausweis, Pass und australische Adresse moechte die Frau hinter dem Schalter von uns sehen. Ausweise sind ok, aber sie brauche auch eine schriftliche Bestaetigung unserer Wohnadresse hier. Das wir Touristen sind ist kein Problem, doch eine Rechnung auf unseren Namen ausgestellt oder so muesste sie sehen.


So gehoert das Auto trotzdem bereits uns. Wir tauschen 2'500 A$ gegen den Schluessel und fahren zurueck zum Backpackers mit UNSEREM Auto um eine Quittung der bezahlten Uebernachtungen zu holen. Gesagt, getan - Administatives erledigt, bereit zum Aufbrechen. Oder doch noch nicht?


Bei Tageslicht entdecken wir dann noch dies und das an unserem Auto, was noch genauer angeschaut, beziehungsweise behoben werden muss. Das Reserverad ist unbrauchbar, das linke Ruecklicht hat einen Sprung und Wasser kann eindringen, ein Fischkleber klebt an der Rueckscheibe. Und wir wollen noch eine zusaetzliche Haftpflicht und Pannendienst abschliessen. Unglaublich, wie easy hier das alles zu und her geht. Bei der Versicherungsfrau erfahren wir, dass wir die Deckung nur fuer ein Jahr abschliessen koennen, die restlichen Monate aber bei Weiterverkauf zurueckerstattet bekommen wuerden und dass sie seit einer Woche Grossmutter ist. Sie zeigt uns waehrend dem Dateiaufnehmen auch all ihre Babyfotos. Fuer 190 $ sind wir fuer ein Jahr ver- und abgesichert. Der Pneumann verkauft uns einen Ocassionsreservepneu, wuchtet die anderen aus und tauscht die hinteren gegen die vorderen. Wait a while und wir sind bereit fuer das Australienabenteuer!!


Jetzt geht es auf Campingzubehoerjagd. Die Angebote im Quakker hoeren sich vielversprechend an, sind dann aber doch eher Gruempel - dafuer eine spannende Begegnung mehr. Deshalb entscheiden wir uns fuer einen richtigen Outdoorshop und erhoehen so ja schlussendlich auch den Wert fuer den Weiterverkauf (hoffentlich). Zelt, Kuehlbox, Stuehle, Gaskocher, selbstaufblasbare Matratze fuer zwei und ein Campingfuehrer fuers erste. Dann im Woolworth Teller, Schuessel, Pfannen, Schneidebrett, Fixleintuch, Abwaschlappen und -mittel, viel Lebensmittelvorrat und und und - jetzt koennen wir endlich weiter!!



  • Ab ins Outback 28.6.07

Nach acht Tagen Perth, Fremantle, vielen Begegnungen mit Autos und deren Besitzer sind wir endlich mit unserem "Haus" auf vier Raedern auf dem Weg zum Great Northern Highway, Richtung WA-Mitte und warmem Norden.


Die Stadt hinter uns lassen und der Weite begegnen... Weite, breite Strassen, unendlich weite rote Erde, Buesche so weit das Auge reicht. Am Strassenrand immer wieder mal ein angefahrenes totes Kaenguruh, mal eine Kuh. Ab und zu in der Weite ein glaenzendes Puenktchen auf der Strasse, das naher kommt, groesser wird und als Roadtrain an uns vorbeidonnert. Diese riesen drei bis vier Anhaengerlastwagen mit ihren Kaenguruhauffanggestaenge am Kuehler lassen einem selbst diese breiten, weiten Strassen ploetzlich als Weglein erscheinen...


 Der Horizont nach all diesen 100en von Kilometern immer noch in der Weite. Eine kleine Pause, Outbackluft einatmen, von 100en von Fliegen befallen werden - sonst weit und breit nur wir. Australien ist bei Weitem eines der groessten und am wenig besiedeltsten Laender. Wann sehen wir endlich ein lebendes Kaenguruh herumhuepfen???


Wir fahren und fahren immernoch den Weiten Australiens entgegen. Die Sonne laesst das Land gegen Abend noch roeter erscheinen, laesst es foermlich aufgluehen und die Tiere im Abendlicht aktiv werden. Fuer uns heisst das, einen Schlafplatz suchen, bevor Kaenguruhs die Strasse kreuzen. Zwischen Sonnenunter- und -aufgang sei es am gefahrlichsten auf den Outbackstrassen unterwegs zu sein. Nein, wir wollen bestimmt kein Kaenguruh, Emu oder Rind anfahren. So schleichen wir uns von der Strasse und suchen uns ein Platz, unsichtbar fuer die Nachtfahrer. Wir sind uns naemlich noch nicht ganz sicher, ob wild campieren erlaubt ist oder nicht. Sicher ist sicher. Wir finden uns ein Plaetzchen, entscheiden im Auto zu schlafen und kochen unser erstes Abendessen im Outback.


Das unromantischen Auto wird zu unserem romantischen Nachtlager unter 1000en von Sternen, mitten huepfenden Kaenguruhs, irgendwo in der Weite Australiens.


Der naechste Tag sieht aehnlich aus. Mit Fahren und Landschaft - nicht viel aendert sich, Weite pur. Ausser - dass nur noch selten der Scheibenwischer anstelle des Blinkers betaetigt wird (schliesslich ist hier alles auf der falschen Seite, verkehrte Welt) und Thomas vielleicht das einzig lebende Kaenguruh in ganz WA endeckt!


An diesem Abend schleichen wir uns wieder von der Strasse, schlafen dieses mal zwischen Bueschen und riesen Termitenhuegeln. Der Vollmond erleuchtet unser Nachtlager, bei jedem Drehen ein Blick aus dem Autofenster, ob vielleicht nicht ein Kaengi vorbeihuepft...


Am naechsten Tag erreichen wir Newman, die grosse Minenstadt. Ueberall aufgerissene Berge, unter der Erde Maenner, die im Schichtbetrieb ihr grosses Geld verdienen wollen. Ueber der Erde Fliessbaender, die Erdschaetze an die Oberflaeche befoerdern, riesen Fahrzeuge (so gross wie Hauser!) und viiiiel Staub.


  


An einem Restpoint machen wir Pause - 1700 km und wir sind noch "nirgends". Rote Felswaende, riesige Steine zum Besteigen, Schluchten zum Entdecken und die erste Gastfreundschaft von campierenden Australiern. Wir werdem zu frischem Fisch eingeladen und bleiben fuer eine Nacht. Morgen sind wir dann endlich an unserem ersten "Ziel".


  • 1.-3.7.07 - Karijini National Park

 Die rote Staubstrasse fuehrt in den Nationalpak. Im Informationszentrum loesen wir einen Jahrespass und koennen so unbeschraenkt weitere Nationalparks in WA besuchen. Das kleine Museum ueber diese Gegend mit ihren Urbewohner ist spannend, die Geschichten beruehrend. Wo koennen wir wohl dieser beeindruckenden Kultur heute noch begegnen???

Fuer zwei Tage uebernachten wir in unserem kleinen Zelt in der roten Erde. Schuhe und Abfllall duerfen nicht draussen liegenbleiben. In der Nacht hoeren wir auch warum... Dingos heulen in allen Toenen neben uns - unheimlich - faszienierend zu gleich.

Bei Tageslicht steigen wir in die tiefen Schluchten vom Nationalpark, wandern von einem natuerlichen Pool zum anderen, stauenen ueber das architektonische Wunder der Natur! Kein Landschaftsarchitekt haette die Steinschichten schoener arrangieren, perfekter glattes mit rauhem Gestein kombinieren koennen...

Im vielleicht schoensten natuerlichsten - und kaeltesten - "Swimmingpool" Australiens taucht Thomas ein, waescht sich den roten Staub von der Haut. Ist das Leben nicht herrlich!!







  • 3.-9.7.07 - De Grey River

In Port Headland scheint alles staubig zu sein, alles roetlich eingefaerbt - Strassen, Haeuser, Autos, Luft, selbst die Menschen. Hier wird Miniertes auf riesen Frachter verladen und nach Asien exportiert. Wir stocken unseren Lebensmittelvorrat auf, waschen unsere roten Kleider im Waeschesalon.


Dann weiter zu unserem naechsten Stopp dem De Grey River. Doch das Wolkenspiel, der Regenbogen und die bald untergehende Sonne sind zu schoen um einfach weiterzufahren. Kaenguruhaktivwerdezeit laesst uns einmal mehr von der Strasse schleichen und ein Plaetzchen zwischen Bueschen und Felsen suchen.


Das Mondlicht begleitet uns wieder in den Schlaf - und obwohl der Mond zunehmend aussieht, wird er mit jedem Tag schlanker... Die verkehrte Welt Australiens... Auf der falschen Seite der Strasse nordwaerts der Waerme entgegenfahren und mit dem Scheibenwischer die Abzweigrichtung anzeigen...

Jedoch scheint das ganze Land fuer Campierende ausgerichtet zu sein. Viele Wohnwagenparks, viele offizielle Gratiscampingplaetze und viele Reisende mit


  


Wohnmobil, Buessli oder Wohnwagen am Reisen. Und wohl alles ausser uns Rentner. Es gehoert wohl zum australischen Leben, sobald man pensioniert ist der Waerme entgegenzufahren und fuer Monate im eigenen Land unterwegs zu sein. Manchmal fuehlen wir uns einfach zu jung oder gar zu alt fuer dieses Land. Wir gehoeren weder zu den Teenagern, deren Aufenthalt hier nichts als eine grosse Party zu sein scheint, noch zu den "grauen Nomaden", die unsere Eltern oder gar Grosseltern sein koennten. In 25 Jahren kommen wir zurueck!


Und doch fuehlen wir uns im Land und auf den Campingplaetzen gut aufgehoben, wir werden herzlichst umsorgt, bekocht und verwoehnt. Als Gegenleistung sind wir vielleicht ein bisschen Kinder- oder gar Enkelkinderersatz;o)


So verbrachten wir an Stelle von nur ein oder zwei Tagen eine ganze Woche am De Grey River. Wurden von unseren netten Nachbarn in die Campingsrituale eingefuehrt, erfuhren viel ueber Land und Leute, trafen uns jeden Tag an einem Lagerfeuer fuer die abendliche Happy Hour. Jeder bringt sein Getraenk und sein Stuhl mit und tauscht Neuigkeiten, Tipps und Geschichten ueber das Leben aus...


  • 9.-16.7.07 Cape Karauden

 Schoen soll es an diesem Kapp sein, ein Naturschutzgebiet. So ziehen wir irgend wann dann weiter und sind von unserem neuen Ort noch mehr begeistert. Unser kleines Zelt steht zwischen zwei Wohnwagen, deren Besitzer seit etwa fuenf Jahren fuer mehr als drei Monate jeweils dieses Stueckchen Paradies geniessen.

Unsere Aussicht ist herrlich! Spitzige Felsformationen, tuerkisblaues Meer, immer wieder mal ein Kopf einer neugierigen Wasserschildkroete an der Wasseroberflache, springende Delphine und viele Kanguruhs, die uns am Morgen und am Abend besuchen.

Am Abend Sterne, die den Horizont zu beruehren scheinen, das Rauschen der Gezeiten und unser Zelt, das mit dem Wind mitschaukelt, der Frieden, der uns in den Schlaf wiegt.

Unendlich lange Spatziergaenge bei Eppe auf den ausgewaschenen Felsen. In jedem Wassertuempelchen eine winzige Tierwelt, die auf die Flut hofft. Tintenfische, die einen mutig anspritzen und ihre Wasserpfuetze vor uns verteidigen wollen, dann aber doch Farbe wechseln, Tinte spritzen und geschickt ueber Stein rutschen und in das naechste Felsspaeltchen fluechten. Riesenmuscheln, die sich vor uns schliessen, Krebse die hastig an uns vorbei eilen, sich bei der naechsten Gelegenheit tarnen.

Am anderen Ende beginnt der weisse Sandstrand, die 80 Miles Beach. 1000e von Muscheln und Meeresschaetze sind auf dem feinen Sand gebettet - zuwenig Haende um alles heimzutragen.






Einmal sind wir mit Hammer und Schraubenzieher unterwegs, schlagen Austern von den Felsen, die seit ewig dort einbetoniert zu sein scheinen. Eine Delikatesse sollen sie sein - sehen aber unglaublich grueselig aus! Doch was haben wir auf dieser Welt nicht schon alles probiert... Mund auf, Augen zu - eigentlich gar nicht so schlecht... Im Geschmack wie salzige Champions. Wir sammeln einige und wollen sie heute Abend ins Feuer legen. Im Dunkel sieht man sie nicht mehr so genau und kommen einer Delikatesse schon richtig nah:o)

Mit jedem Tag fuehlen wir uns mit diesem Land mehr verbunden. Die Natur mit ihren Facetten und auch die Tierwelt fasziniert und beruehrt uns immer wieder - Thomas ist ein richtiger Kaenguruhfluesterer geworden... Auch die Offenheit und Gastfreundschaft der Australier, die uns entgegengebracht wird, geniessen wir sehr. Es ist auch wieder einmal schoen, sich in gutem Englisch zu unterhalten, zu fragen, zu antworten, Gemeinsames und Eigenes zu entdecken, Freunde zu finden.

Es vergeht kein Tag an dem wir von unseren Nachbarn Chris und Wayne oder Trish und Lou nicht mit frischem Fisch versorgt, eingeladen und bekocht werden! Sie helfen uns so die australische Welt, ihre Kultur und Traditionen noch besser zu verstehen.

An einem Abend lernen wir deshalb auch das im Feuer gebackene traditionelle Buschbrot, the Damper, kennen.

Fuer alle Zuhausegebliebenen, die mit uns ein bisschen Australian Outbackfeeling erleben wollen, hier das Geheimrezept von Chris dazu:


damper im Buschofen

3 1/4 cups Self Raising Flour

1 teaspoon Sugar

1/2 teespoon Salt

1 can "warm" Beer


gluehende Kohlen drunter und drueber


Mix ingredients together and stir in can of beer. Knead and put in cake tin (spray with oil) Add a cup water to camp oven (cast iron pot). Put in 4 squashed cans and place damper on top. Dig small hole, fill with hot coals and also put coals on the lid. Cook for 40 minutes. Add toppings on top of damper if you wish (cheese, bacon etc).


mmmmhhhhh... thank you chris 

Welcome to the Aussie Outback!

 

An einem Tag lernen wir Pietro und Pina kennen, zwei Italiener-Australier, urspruenglich aus dem Veltlin! Seit ueber 35 Jahren lebe sie in Perth und verbringen jeweils den Winter hier am bello capo. Doch trotz ihrem Leben hier, tief im Herz sind und werden sie immer mit ihrer Heimat verbunden sein und lassen uns mit ihrem starken italienischen Akzent, einer Partie Bocci und selbstgemachtem Salami herzlichst daran teilhaben.


Die Tage vergehen, einer scheint schoener als der andere zu sein. Unsere Vorraete nehmen langsam aber sicher ab und so entscheiden wir uns schweren Herzens unser kleines Paradies zu verlassen. Doch nicht ohne Happy Hour auf unserem Platz! Ein Feuer wird entfacht, mit den letzten Vorraeten ein Apero kreiert, der Sonnenuntergang bestellt und unsere lieben Nachbarn eingeladen. Gemuetlich, stimmig, lustig - wehmuetig...



Erste Happyhour by SanTom

Bis irgenddwann - spaetestens in 25 Jahren wieder!


  • 16.-19.7.07 - Yule River

Eigentlich wollen wir bis nach Miareepool. Doch einmal mehr nehmen Waeschesalon und Lebensmittel mehr Zeit in anspruch als geplant und deshab zweigen wir am Yule River ab, bevor uns die ersten Kaenguruhs auf der Strasse begegnen. Das Flussbett erinnert uns ein bisschen an den De Grey River - selbst die Caper dort! Was fuer eine Ueberraschung!! Wir treffen Rod und Tonie vom De Grey wieder. Ein herzliches Wiedersehen. Dann einige Minuten spaeter entdecken wir Nick und Vera vom Karajini Nationalpark - wir scheinen halb Australien bereits zu kennen. Selbst unsere neuen Nachbarn sind beeindruckt und meinen, wir muessen aber very nice people sein, dass sich alle so ueber uns freuen:o)

Zwei gemuetliche Tage folgen mit schwatzen, lachen und Thomas muss Computerprogramme auf dem halben Camping installieren.

no brothers 

Happy Hour wird dieses Mal auf eine ganz andere Art zelebriert... Jeder soll etwas am Feuer darbieten, inszinieren, erzaehlen. Von the Swiss wird Jodeln erwartet und so staunen alle nicht schlecht, als sie beim "Burebuebli" mitschwanken und sogar dann beim "Farmers Son" einstimmen... Rock'n Roll, Reden und traditionelle Lieder schliessen den kunterbunten Abend ab. Morgen geht es definitiv zum Miareepool.