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OZ Tagebuch von W.A. nach S.A.

Geschrieben von Tom
  
Monday, 11. February 2008


  • 13. - 15.1.08 - Lucky Bay, Cape Le Grand Nationalpark

Lucky oder unlucky.... die Kangaruhs huepfen an den tuerkisblausten Straenden umher, der Sand ist schneeweiss und ist so fein, dass er bei jedem Schritt unter unseren Fuessen knirrscht und Sandra hat Tanjaweh.......


Kangis am Beach 


Einsame Buchten, klares Wasser, kilometerlange Straende, glattgeschliffene Felsen im und ums Wasser, Walknochen liegen am Strand, nacktbaden in der Brandung, Spaziergaenge durch fast unberuehrte Natur, ein riesen Guana begleitet uns auf unserem Weg - immer wieder wuenschten wir Tanja waere auch bei uns... Australien vom feinsten!! Bevor wir die lange Fahrt durch die Nullarbor Wueste in Angriff nehmen geniessen wir ein letztes Mal Westaustralien an der Bucht der Gluecklichen ausserhalb Esperance.


Beauty and the Beach


  • Nullarbor, Esperance W.A. nach Ceduna S.A. 16.-20.01.2008

In drei Tagen moechten wir im ersten suedaustralischen Staedtchen Ceduna ankommen, 1500km weiter oestlich von hier, von dort sind es dann nur noch 900km bis nach Adelaide... zum Glueck ist Auto fahren hier im OZ Land viel angenehmer als in der CH. So gilt heute meine einzige Sorge den zwei inzwischen voellig abgelaufenen Reifen, teilweise sieht man schon das Gewebe hervorgucken - naja in der Schweiz haette mir mein Automechstolz so etwas nie erlaubt, doch in Australien ist alles einwenig lockerer. Trotzdem, eine Reifenpanne mitten im Nullarbor moechte ich nun wirklich nicht riskieren, so greifen wir halt in unsere Reisekasse und spendieren unserem Ford 4 neue Finken... nachdem auch unsere Kuehlbox wieder etwas gefuellt ist geht es los.


Benzinsparen 


Wir klemmen uns hinter einen Road Train - 20-30 Meter vor uns bricht nun dieser BigBrother die Luft und erlaubt uns unsere Kutsche mit bis zu 20% weniger Kraftstoff zu fahren. Die naechsten Stunden erlebe ich deshalb mit sehr eingeschraenktem Horizont. Die unendliche Weite, eine menschenleere die es wahrscheinlich nur in Australien gibt. Alle ca 200km ein abgelegenes Roadhouse, Kangaruhs, Wallabies, Wombats und wilde Kamele leben hier....zwischendurch das mit 146.6km laengste schnurgerade Stueck Strasse Australiens... verpassen tun wir die Abstrutzstelle des SpaceLabs etwas ausserhalb vom Balladonia Roadhouse....


uff 


Nach 750km Autofahren, schon 3/4h weiter in der naechsten Zeitzone, halten wir vor Sonnenuntergang in einer der vielen Restareas um zu uebernachten. Kann so etwas noch Zufall sein? Erstmals ausserhalb Busselton, dann in Margaret River, Quagi und Lucky Beach treffen wir zum 5ten Mal auf unseren OZ Freak Alan Muir - cool! So kochen wir zusammen und beschliessen die naechsten Tage gemeinsam zu reisen.


AlanSanTom 


Der naechste Tag beginnt mit der Entdeckung eines Automatenoellecks und dank Alan's Werkzeug und einem Plastiksack kann ich es in OZ Buschmechanikmanier auch gleich vor Ort reparieren. Die Fahrt geht weiter, ca 300km bis zur suedaustralischen Grenze, wieder 3/4h weiter in der Zeitzone und nur noch eine halbe Stunde bis zum weltberuehmten Australian Bight. Hier kalben im Winter ganze Gruppen von Wale. Rund 100m hohe Klippen trennen uns vom tosenden Meer, die Bunda Cliffs werde zu unserem naechsten Nachtlager.


Bunda Cliffs 


Alan stellt sein Diningroomzelt auf, wir koennen uns so von der steifen Briese schuetzen und haben nach Sonnenuntergang ein kleines Casino wo wir die halbe Nacht und den folgenden Morgen mit "Schustern" um die Ohren schlagen - Alan bringt uns dieses australische Kartenspiel bei und lernt von uns, dass ein Schuster ein Cobbler ist...ist es wirklich australisch? Ist ja egal.

Nochmals 450km durch baumloses Land, 200km noerdlich der Strasse liegt Maralinga wo die Britten vor 60 Jahren ihre Atombomben testeten, bis wir ausserhalb von Ceduna unsere letzten Fruechte und Gemuese aufessen muessen, denn hier gibt es eine Zollkontrolle innerhalb des Landes wo man unter keinen Umstaenden Fruechte die moeglicherweise Fruchfliegenlarven in sich tragen nach Suedaustralien importieren darf.


 Nullarbordriving


Dann endlich, nach 1500km innerhalb von 3 Tagen, sind wir wieder in einem Town, koennen den Strassenstaub abduschen. Ich moechte fuer wenigsten einen Tag unser Steuer nicht anschauen. Anstelle vergrabe ich mich in meinem superspannenden Buch ueber die Geschichte des 20ten Jahrhunderts in Europa.... habe ploetzlich gemerkt dass ich die Geschichte von jedem unserer besuchten Laender etwas kenne, aber eigentlich keine Ahnung habe was in unseren Breitengraden abging.


  • 21.1.08 - Smokey Bay

Alan laedt uns ein mit ihm zusammen seine Freunde in Smokey Bay und Wudinna besuchen zu kommen. Alan's selbstgebautes Wohnmobil mit Boot im Schlepptau und unser LPG Falcon setzen sich also wieder in Bewegung. Die Fahrt geht gluecklicherweise nicht weit, schon nach 70km stehen wir vor einer Scheune und werden von der ganzen OZ Farmerfamilie herzlich und ganz selbstverstaendlich wie die besten Freunde des Hauses wilkommen geheissen. Nach einige runden Schustern wird das Barbie angefeuert, Lamm, Beef, Fisch, Spats, Onions und natuerlich auch unmengen von Bier gehoeren dazu. Von diesem OZ Ferienparadies sehen wir nichts ausser dieser Scheuene, dafuer kriegen wir einmalmehr einen tiefen Einblick in die herzliche und ueberaus offene OZ Gastfreundschaft - diese OZ sind einfach cool.... dieses Land gefaellt uns!!!!


Card Games 

 

  • 22+23.1.2008 - Streaky Bay

Herzliche Verabschiedung gefolgt von einer Einladung Fritz und Jenny in Adelaide Hills besuchen zu kommen - irgendwie scheinen uns alle australischen Tueren offen zu stehen....


Wir fahren weiter nach Streaky Bay, schauen uns in diesem Fischerman's Kaff einwenig um, erfahren von Tractor Beach - einem gratis Beachcampground 15km ausserhalb, und schlagen schon bald unser Nachtlager am Rand der Klippen auf. Wir ueberschauen eine einsame Bucht, Sand- und Kalksteinklippen schuetzen die Bay vor der Brandung, kein Haus, keine Menschenseele, ein einsames Dingy liegt im seichte Wasser unterhalb unserem Campplatz - australien Pur!! Nach einem feinen Essen - heute war es Alan's turn zu kochen - sitzen wir gemuetlich in seinem Diningroomzelt, die letzten Sonnenstrahlen beleuchten die Kalksteinklippen feuerrot, das southern Cross ist wie immer als erstes Sternbild im Himmel zu sehen.... Australien Pur.... "ich ha Heimweh nach dae Baerga nach em Schoggi und em Wyy....by wiit waeg vo di Heimae... " singt Pluesch aus unserem Autoradio - eine komische Stimmung erfasst mich... bin sooo gluecklich hier, es ist an vielen Orten soooo schoen, die Natur beruehrt die Seele, das Meer und der Outback, die superoffenen Australier - nein Heimweh habe ich definitiv nicht... wenn ich nur all diese schoenen Momente mit Familie und Freunden aus der Schweiz teilen koennte...!


OZ camping at its best 


Regen am naechsten Tag gibt uns nochmals einen easy Day - die europaeische Geschichte fasziniert mich den ganzen Tag. Der Sonnenuntergang am naechsten Abend ist noch besser als der letzte... die Regenwolken haben sich noch nicht ganz verzogen, leuchten pupurrot, das einsame Dingy passt perfekt in den Vordergrund.



  • Pildappa Rock - 24.1.2008

Ab morgen Freitag ist Alan's Freund wieder zu Hause, d.h. wir muessen nur noch eine Nacht todschlagen, bis wir in Wudinna sein muessen - mein Glueck wird mir heute weiter hold sein... doch erstmals der Reihe nach....

Schotterstrassen.... achzzz.... wir haben beide wirklich genug davon und befuerchten unserem Fordli koennte es bald aushaengen - die wellblechaehnlichen Strassen muessen mit mindestens 70km/h gefahren werden damit es einem nicht gerade zur Kiste rausschuettelt, die Tueren drohen manchmal fast rauszufallen - doch es lohnt sich. Entlang dieser Kueste ist die einzige Mainland Kolonie von australischen Seeloewen.Wir pausieren, ueberschauen einmalmehr eine einsame von Kalksteinklippen umrahmte Bucht, der Southern Ocean bringt antartkisches Wasser an diese Kueste.


Dolphin Bay 


Was ist das da unten? Eine ganze Gruppe Seeloewen!! Oder nicht? Nein - es sind Delphine... mindestens deren 40 mit Jungen! Ich bin bereits am Abstieg, an die einsame Beach unter uns, Kamera am Ruecken - ja tatsaechlich es sind Delphine ich kann jetzt deutlich ihr Ausatmen hoeren! Yippieee!!!!! Ach was soll ich jetzt Fotos aus der Ferne schiessen, ich muss ins Meer, vielleicht kann ich mir heute meinen langersehnten Traum Schwimmen mit wilden Delphinen erfuellen. Kleider fliegen weg, das eiskalte Wasser prickelt an meiner Haut, doch fuehle ich das nicht wirklich.... wo sind sie nur? Ich sehe mich um und sehe Sandra und Alan ueber mir auf den Kliffs.... sie zeigen dem Strand entlang. Ich renne diesem entlang, sichte sie wieder vor mir im Wasser, nur 30 Meter trennen mich von ihnen aber dazwischen liegt ein Riff, das Meer brandet mit ungebremster Staerke dagegen - schei.... das kann ich nicht riskieren... zu gefaehrlich und ich waere sooo nah dran gewesen. Wie wenn die Delphine mein flehen erhoert haetten dreht die ganze Gruppe und schwimmt wieder zurueck zum seichten Strand wo ich sie bereits erwarte. Ich bin mitten unter ihnen, unzaehlige Ruecken, Schwanzflossen. Atemgerausche hinter und vor mir wenn ich mich ruhig verhalte kommen sie bis auf 2 oder 3 Meter an mich ran woowww.. ich bin im Paradies. Trotzdem kann ich nicht voll geniessen, denn hier ist auch das Gewaesser des grossen Weissen - einem weiteren faszinierenden Meereslebewesen mitdem ich aber unter keinen Umstaenden so nahe Bekanntschaft schliessen moechte. Neben unmittelbaren Eindruecken verarbeite ich so gleichzeit die Ausschau nach anders geformten Finnen. Ich habe wohl Glueck oder die Leute ubertreiben, keine Haie weit und breit dafuer kommt die Gruppe Delphine immer wieder zurueck bis ich am Schluss am ganzen Koerper vor Kaelte zitternd nur noch von aussen dem Spektakel folgen kann... woowww das war einmalig, absichtlich habe ich bis jetzt immer alle Delphinboottours ausgeschlagen und gehofft dass ich das mal genau so erleben darf.....schade kann ich sowas nicht mit Sandra teilen!!


Jetzt sind die Schotterstassen und die grosse Staubwolke hinter uns gar nicht mehr so schlimm!!


Gegen Abend ueberqueren wir wieder den Eyre highway, die Inlandstrasse. 15km ausserhalb von Minnipa liegt der Pildappa Rock. Es soll eine miniatur Version des Waverocks von W.A. sein, nur gratis und man kann dort sogar campieren. Einmalmehr Australien Pur - ein riesiger, roter, glattgeschliffener Granitklotz mitten im Wheatbelt der Eyrehalbisel. Von oben haben wir einen herrlichen Rundblick auf die riesigen, endlosen, abgemaehten Weizenfelder und verstehen wieso dass der Schweizer Bauer einfach keine Chance gegen sowas hat. In der Ferne gruessen uns die Gawlerranges und irgendwo dahinter liegt Coper Pedy und noch viel viel weiter dahinter der Ayers Rock. Der Pildappa Rock soll diesem aehneln, nur ohne all die tausende Touristenbusse, fuer uns ganz alleine - unser Australien Pur, so wie wir es moegen, lieben!!


view from pildappa


  • Wudinna, bei John und Maggie - 25.-29.1.2008

Klappe - Great australian hospitality - example #xyz - Klappe!!

Zusammen mit Alan suchen wir dessen Freund John an seinem Arbeitsort - einer Landmaschinenwerkstatt - heim. Schon kurz nach der Begruessung setzt John alles in Bewegung um uns all die riesen Maschinen zu zeigen, wir koennen Monster Ackerschlepper probesitzen, erfahren das der rotierende Balken vor den Maehdreschern hier 60 Feet breit ist.... das sind 20m Weizen die pro Durchfahrt dem Drescher zum Opfer fallen... herzig wir Schweizer mit unseren Spielzeugtraktoren und Pfluegen.


Ein kleiner Traktor gefaellig 


So geht es auch zu Hause weiter...nachdem mir John gezeigt hat, dass ich ueberall in ihrem Garten hinpinkeln darf (man stelle sich das mal in Europa vor... ich glaube man waere grad von der Freundesliste gestrichen) setze er und seine Frau Maggie alles in Bewegung um uns (es muss wohl nochmals gesagt sein....fuer sie absolut Fremde, noch nie gesehene) Schweizer alle Tueren zu oeffen und uns voll und ganz in Ihrer Familie willkommen zu heissen und uns fuer die naechsten Tage zu bewirten, Outback 4x4 Touren mit uns zu unternehmen, uns all ihren Freunden vorzustellen usw. Das Barbie wird angefeuert, eigenes Lamm und Beef wird daraufgelegt dass man eine halbe Armee fuettern koennte - manchmal schaeme ich mich Schweizer fast... wie knausrig und verschlossen wir uns zeitweise zu Hause gegeben haben... peinlich, beruehrend, zum Nachdenken und Nachmachen!!!!


a Barbie 


Wir erfahren einiges ueber die Sorgen australischer Bauern; auch hier zeichnet sich der Trend zum Grossgrundbesitzer unausweichlich ab, nur heisst das denn auch wirklich Grossgrundbesitzer... 2500 Kuehe zu melken scheint in Australien keine Seltenheit mehr zu sein. Wir sind erstaunt wie global der lokale Landwirtschaftsmarkt ist - um diesen kargen Boeden etwas abzugewinnen ist der Gebrauch von Superphosphat unumgaenglich, die Tonne dieses Duengers ist in den letzten Jahren von ca. 200$ auf gegen 1200$ angestiegen - natuerlich weil China jetzt auch immer mehr davon braucht... gleichzeitig ging der Preis fuer eine Tonne Weizen von 130$ auf ueber 300$ diesmal wegen George W. Bush... seine Regierung foerdert den "Biokraftstoff" Ethanol und so landet eine grosser Teil des Weizen einmal im Autotank anstelle in hungrigen Bauchen... kranke Welt, nicht!!!!!


Outback Barbie 


Der australische Nationalfeiertag am 26.Januar faellt auf SanTom's 1 1/2 Jahr auf Reise Jubliaum - ist das ein Omen? Wir hoffen es fest. Ich habe inzwischen mein Jobangebot als Berufsschullehrer fuer Automechaniker in Geraldton W.A. angenommen und wir haben alles in Bewegung gesetzt unsere Seite des australischen Arbeitsvisums moeglichst bald erfuellen zu koennen - TAFE in Geraldton versuchen mein Visum zu sponsoren - wir hoffen beide je laenger je mehr, dass es klappen wird und dass wir dann in diesem Land lebend auch solche tollen Begegnungen mit den OZ haben duerfen!!!!


Wie jedesmal wenn wir so eingeladen sind uebernehmen wir auch diesesmal ein Tagesmenue. Wir backen einen Kaese-Quiche und Sandra bereitet ihr Weltmeister Schoggimousse zu - alle schmatzen und fragen uns neugierig aus ueber das leben in unserem Land... macht man dort auch Barbies... isst man auch Fish and Chips?


Salt Lakes


  • Auf nach Adelaide - 29.1.-1.2.2008

Wie lange ist es noch anstaendig unser Zelt im Garten von John, Maggie, Grandma und dem jungen Rottweiler Rosie zu belassen und ab wann werden wir zur nuisance? Wir hoffen immer die Balance zwischen unserem Beduerfnis nach Bestaendigkeit und doch dem eigentlich Fremdsein rauszuspuehren. So verabschieden wir uns heute von allen, diesesmal auch von unserem liebgewordenen Freak Alan - er faehrt in einigen Tagen weiter nach Norden, Richtung Alice Springs, wir nach Osten Richtung Adelaide..... Danke ihr alle... wir haben Euch und Eure Gastfreundschaft wirklich genossen.


Wir sind wieder alleine unterwegs... lassen die unendlichen Weizenfelder hinter uns, in der Ferne zeichnen sich die Auslaufer der Fliders Ranges ab.... irgendwo fahren wir in eine Schlucht, zu einem weiteren Gratiscampground, wo wir auch schon bald nicht mehr alleine sind. Eine Familie aus Sydney mit ihrem riesen Wohwagen, LandCruiser mit Dingy auf Dach leistet uns Gesellschaft. Sandra heisst sie auf "unserem" Campground willkommen und bald darauf sitzen wir zusammen am Camptisch bei Fruitcake und tauschen Reisegeschichten aus. Sie sind seit ueber 1 1/2 Jahren mit ihren 3 Kinder auf der Welt und in Australien unterwegs, haben ihre Superjobs fuer eine Weile an den Nagel gehaengt ihr Haus ausgemietet, schulen die Kinder seither selber und geniessen das Reiseleben - Australien Pur!! Das kriegen wir Europaer einfach nicht auf die Reihe.... arbeiten, nur arbeiten damit wir unserem Nachbarn zeigen koennen was wir alles kaufen koennen und nicht sehen was es alles auf der Welt sonst noch fuer Lebensweisen geben koennte!! Ist das wirklich unser Sinn des Lebens?


Wir fahren weiter, Richtung Adelaide - schlagen Nacht- und Trainingslager auf dem am naechsten vor der suedaustralischen Hauptstadt liegenden Gratiscampplatz Port Parham auf. Hier bleiben wir zwei Naechte, wollen uns endlich fuer den bevorstehenden IELTS Test vorbereiten.


crabbing 


Kaum dort angekommen werden wir von John und Liba zum Krabben fangen eingeladen. An dieser Beach soll es ein leichtes sein die ausgezeichnet schmeckenden "Blue Swimmer Crab" mit Hilfe eines Laubrechen einzuholen. Wir durchkaemme so zu viert das knietiefe Wasser sammeln einen ganzen Korb voll dieser flinken Viecher. 11cm breit muessen sie mindestens sein und am besten schon tot bevor man sie im Salzwasser kocht, denn sonst lassen sie ihre Zangen fallen. Anstelle unseres geplanten Cous-cous erleben wir heute ein Festschmaus, das es wohl nirgends auf der Welt frischer gibt...sogar Sandra ist in letzter Zeit zur Meeresfruechteliebhaberin geworden. Am naechsten Tag schaffen wir es tatsaechlich einige Stunde zu ueben..... ufff das wird aber tough


 

  • Adelaide - 1.+2.2.2008

Eine Voraussetzung um das australische 457 Arbeitsvisum zu erhalten ist neuerdings das Erreichen von midestens 4.5 von 9 moeglichen Punkten im IELTS Test.


Ein Saal mit ueber 100 Kandidaten, straffe Organisation, alles andere ausser Bleistift und Radiergummi auf dem Tisch wird augenblicklich mit sofortigem Testauschluss geahndet... ufff... die Anspannung liegt foermlich in der Luft. Punkt 09.00 Uhr geht es los, 45 Minuten listeningtest, gefolgt von 60min reading and comprehension, dann nochmals 60min fuer zwei akademisch Aufsaetze und zum Schluss 15 Minuten eins zu eins Gespraech mit einem Examiner.... wir haben es geschafft - das Resultat wissen wir zwar erst in zwei Wochen, doch sind wir absolut sicher, dass die noetwendigen 4.5 Punkte im Sack sind.


Zur Belohnung eine Icedchocolate in der Stadt - das war das erste Mal in den letzten 18 Monaten, dass wir unser Hirn wieder so richtig unter Druck operieren lassen mussten!!!!!!


  


Adelaide ueberfordert uns - nach zo viel Zeit auf dem Land, im Outback macht uns das geschaeftige Tun in der Einkaufsstrasse voellig fertig.... so schnell wie moeglich wollen wir wieder weiter, auf Land, ans Meer und schon am Sonntagabend befinden wir uns 300km weiter suedoestlich an der Kueste, schlafen an einer herrlichen Beach bei den "Granites" auf unserem Weg zu.....


 

 

  • Chris und Wayne in P. Mc Donell - 4.-9.2.2008

Die zwei haben wir vor ueber einem halben Jahr im Cape Keraudren kennengelernt - Asshole hat Wayne mich von ersten Tag an genannt - das muss hier in Australien ein Kompliment sein!! Wir ueberfallen die zwei in Ihrem Haus, bringen eine grosse Packung Lindorkugeln und ein freches Maul und kriegen im Austausch zwei Betten im Prinzessinnenzimmer.


 

Wieder erfahren wir was australische Gastfreundschaft bedeuted - das "uebliche" Programm einzig dass Wayne und ich uns immer wieder bloody asshole und big prick zurufen, was von allen Freunden und Familie mit grosser Zustimmung aufgenommen wird..."Da hast du Wayne aber schnell durchschaut" antworten sie alle mit verschmitztem Lachen.


  


Leider ist das Wetter die ganze Woche ueber schlecht, es ist regnerisch, kalt und das Meer zeigt sich von der wildesten Seite. Das zerstoert meine Hoffung die Lobsterfischerfamilie eine Nacht auf ihrer Arbeit zu begleiten... ich wuerde ueber stunden nur dem "Ueli rufen" waehrend sie die 62 Crayfischkoerbe leeren und wieder mit Bait fuellen... vielleicht ein andermal!!

 

  • Adelaide Hills, wir warten auf Sandra's Eltern - 10-12.2.2008

  


Wieder sind wir eingeladen, diesesmal duerfen wir sogar den Queensroom belegen und verbringen mit Fritz und Jenny einige Tage in den Adelaide Hills... ein ganz anderes Australien, hier.... wirklich ziemlich huegelig, viele Gum Trees. Sandra will umbedingt einen Quala sehen - sieh lauft die ganze Zeit ueber wie ein Hans Guck in die Luft... doch hat bis heute kein Erfolg... wahrscheinlich ist es wie bei den Kangis... es braucht eine Weile bis man das erste Viech sieht, dann sieht man sie nonstopp...


wo sind die Qualas 


Wir bereiten alles vor fuer die grosse Ankunft, hier bei Fritz und Jenny duerfen wir waehrend der Zeit im Apollo Camper mit Iris und John unseren Ford einstellen. Eben haben Sie uns eingeladen morgen Abend zusammen mit Sandra's Eltern ein richtiges Aussi Barbie zu geniessen, so als einstimmung fuer die Schweizerlein... eine Einstimmung auf die australische Gastfreundschaft.... wir backen wieder Quiche und Apfelstrudel, bringen den Wein.. sie bringen eigenes Beef.... mmmhhhhh wir freuen uns auf das grosse Wiedersehen morgen - und Sandra hat bereits ein wenig Angst vor dem Abschiednehmen...


 

Endlich darf ich Dich wieder umarmen