Discover with SanTom.ch

Come along and experience the WORLD with us!

Sex Kiste der Liebe

Geschrieben von Tom
  
Wednesday, 17. September 2008

Herzliche Gratulation an Claude und Kristina! Wir freuen uns auf die australische Edition !!! 

 Auszug aus dem Winterthurer Stadtanzeiger vom 15.9.2008


Wenn der Sex in die Jahre gekommen ist und Paare nicht darüber sprechen, schafft die «SexKiste der Liebe» Abhilfe. Entwickelt hat diese das Winterthurer Autorenpaar Kristina Pfister und Claude Jaermann.


Kristina und Claude


Winterthur: Berauschend, hemmungslos und schlicht atemberaubend muss das Sexleben sein. Heisst es zumindest in der Werbung, in Filmen und in den Medien. Die Wirklichkeit ist oft weniger prickelnd. «Viel ist geprägt von Fremdbestimmung», weiss Kristina Pfister (53), die als Sexualberaterin in Winterthur tätig ist. «Denn was wir sehen, hören oder lesen, ist immer der Sex der anderen.» Viele Paare eiferten einer vermeintlichen Idealvorstellung nach, im Glauben, dadurch tollen Sex zu haben. «Dabei ist eine erfüllende Sexualität sehr individuell.»


Mit ihrem Partner Claude Jaermann (50), Journalist und Co-Autor der Comic-Serie «Eva» im «Tages-Anzeiger», hat sie deshalb die «SexKiste der Liebe» entwickelt: Ein Kommunikationsinstrument, das Paare auf spielerische Weise zum Dialog anregt, ihnen helfen soll, Sexualität und Intimität bewusster wahrzunehmen und so herauszufinden, welche Sexualität ihnen entspricht. Das Autorenpaar, das seit 2001 Paarseminare durchführt, spricht dabei von «unserem Baby». Kinder haben sie zwar beide schon, gemeinsame hingegen nicht.


Fruchtbare Dialoge

Auf 46 Themenkarten haben sie über 500 Fragen (siehe Beispiele unten) kreiiert. Erst seien es weit mehr gewesen, sagen Claude Jaermann und Kristina Pfister. «Das Thema ist so vielschichtig. Schliesslich mussten wir gemeinsam aussondieren.» Bewusst stellen sie auf ihren Karten bloss Fragen - für die Antworten sind die Paare selbst zuständig.


Fotos verschiedener Textilien zieren die Kartenvorderseiten. «Die ausgewählten edlen Stoffe sollen möglichst wertneutral Sinnlichkeit und Schönheit vermitteln», sagt Claude Jaermann. Und so funktioniert das Fragespiel: Das Paar wählt ein Thema, bewusst oder zufällig. Die erste Frage auf der Dialogkarte soll laut vorgelesen werden. Beide Partner antworten dann. Wer noch nicht dazu imstande ist, kann die «Lass-mir-Zeit-Karte» zücken. Ziel ist, dass durch die Fragen als Starthilfe ein fruchtbares Gespräch entsteht.


Das Sexleben bereichert

Eineinhalb Jahre hat das Projekt in Anspruch genommen. Eine «gute Zusammenarbeit» hätten die zwei erlebt. Dabei viel gelacht und diskutiert, gefeilscht und auch «lustvoll gestritten». Beide wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig der Autausch über das sexuelle Empfinden, Wünsche oder Erwartungen ist. «Je nackter und authentischer sich ein Paar zeigt, desto spielerischer und bereichender wird das Lebesleben», so das Autorenpaar.


Auf das Endprodukt sind beide stolz. Sie sind überzeugt, dass es genau so grossen Anklang findet wie sein Vorgänger: Die «BeziehungsKiste», ebenfalls im Verlag «Hirschi + Troxler» erschienen, erfreut sich seit mehr als zehn Jahren grosser Beliebtheit - sowohl bei Privat- als auch bei Fachpersonen. Gestern Montag konnten Claude Jaermann und Kristina Pfister ihre «SexKiste der Liebe» zum ersten Mal in ihren Händen halten. Und ab morgen soll sie in viele weitere gelangen; dann stellen sie ihr Werk in der Buchhandlung Orell Füssli vor. Katja Fischer


Buchvernissage: 17.9., 19 Uhr, Orell Füssli, Winterthur
Die «SexKiste» ist ab 3. Oktober im Buchhandel oder morgen an der Vernissage erhältlich (38.-).